Formen der Fürsorge”
Welche Erfahrungen haben Mütter zu DDR Zeiten gemacht? Welche Erwartungen, Zuschreibungen und Strukturen prägen uns heute als Mütter, und was können wir aus der Geschichte lernen? Auf Grundlage von Interviews mit Frauen aus Altenburg über ihre Mutterschaft im Wandel der Zeit, sind Porzellan und Textilarbeiten entstanden. Die Arbeit „Strohblume“ referiert auf die Porzellanmanufaktur Meissen, die das Muster zu DDR Zeiten entwickelte und in verschiedenen Geschirrserien verbreitete. Strohblume versinnbildlicht den aus geführten Interviews herausgearbeiteten Aspekt der Besonderheit von Geschirr – als Alltagsobjekt oder „als Feines” für besondere Anlässe und stellt die Frage, welche Rolle solche alltäglich genutzten Gegenstände im kollektiven Gedächtnis spielen. In der Meissener Manufaktur arbeiteten viele Frauen. Ihre Doppelbelastung von Arbeit und Familie klingt in der Arbeit Strohblume an.
in Zusammenarbeit mit Catherine Sanke
Strohblume, Kobaldblau auf Porzellan, Textil, 150 x 90 cm, 2026
Ausstellungsansichten Response-ability, Tapetenwerk Leipzig 2026 Fotos: Saeed Foroghi