Aktuell

Gruppenausstellung „4 Wände“, 02.10.-14.11.2020

Lockdowns haben den Alltagsrhythmus verändert. Was genau ist dieses Zuhause, das #StayHome suggeriert? Stereotypische Vorstellungen des „home“ werden hinterfragt und das Private, vom eigenen Schlafzimmer bis zum Selbstbildnis, rückt in den Vordergrund. „4 Wände“ reflektiert über das Zuhause-Sein in Zeiten einer Ausnahmesituation, in der sowie körperlich-emotionale Zustände, als auch die eigene künstlerische Praxis auf die Probe gestellt werden.

Beteiligte(r) Künstler*in(nen):
Lydia Marx, Sabine Rak, Kang Eungbok, Yasamin Saffarian, Jana Ritchie, Minhye Chu, Raisan Hameed, Anna Tishchenko, Hyunjin La, Etienne Lafrance, Anne Reiter

 

Kunstraum/Artspace Bremerhaven, 12.-13.09.2020

Am 12. Und 13 September 2020 füllt der 3.Kunstraum/Artspace wieder die Leerstände, Treppenhäuser, Ateliers, Gewerbeflächen, Gastronomien und den Bürgersteig der Alten Bürger in Bremerhaven mit ganz viel Kunst. Es werden 33 Künstler*innen gezeigt, die ein grandioses Programm mit Malerei, Installationen, Ton- und Tanzperformances, Fotografie, Siebdruck, etc. mitbringen. Diverse Besucher*innen, Künstler*innen, Kulturen und kreative Ausdrucksformen werden an diesem einmaligen Ereignis in Bremerhaven zusammen gebracht.

Klare Ansage?!

Eine Plakatausstellung im Stadtgebiet Essen vom 03.-18.08.2020

Das diesjährige Kreischfestival zeigt Plakat­motive von 52 Künstler*innen und Kollektiven, welche eine klare Ansage machen, diese aber künstlerisch verkomplizieren. Sie sollen Ausdruck einer Vorstellung von gesellschaftlicher Veränderung sein, die ein sozialer Prozess ist. Ein Prozess, der Zwischentöne, Komple­xität, Ästhetik, Missverständnisse und Beziehungsweisen benötigt, um nicht zu einer Wiederauflage autoritärer Politiken zu werden. Kreativität und Radikalität waren gefordert.

Die Plakatausstellung ist auf 20 ausgewählten Großplakatwänden und auf 300 zufälligen A1 Plakatflächen in U-Bahnen an Plakatwänden und allerlei Rahmen in ganz Essen zu sehen.
Die Großplakate  sind vom 28.7. bis zum 6.8., die A1 Plakate vom 3.8. bis zum 16.8.20 zu sehen.

 

 
TEXTILE RAUMNAHME- ORNAMENTALE STRUKTURUMWANDLUNG
Geh8 Dresden: Ausstellung vom 30.05.-28.06.2020
Öffnungszeiten: Sa+So: 14-18Uhr
 
Mit freihängenden, raumgreifenden textilen Bildern bespielen die beiden Künstlerinnen Freya Schweer (Halle) und Anne Reiter (Hamburg) den GEH8-Kunstraum. Die industrielle Umgebung der alten Waggonhalle steht im Kontrast zur Farbintensität ihrer großformatigen Werke.
 
Reiters Siebdruck-Arbeiten und Schweers Jaquard-Webereien stehen im Kontext einer geschichtlichen Reflexion und beschäftigen sich kritisch mit marginalisierten Kunsttechniken im textilen Bereich.
 
Sie beziehen sich auf Denkmuster, die durch die Vorstellung zweier gegensätzlicher Gender-Kategorien geprägt sind und arbeiten an visuellen Alternativen zur etablierten Norm.
 
 

Ausstellung Masterarbeiten Anne Reiter, Gewächshaus Wartenau 16 Hamburg, 01.-02.02.2020

Die Masterarbeiten stellen Fragen nach der genderspezifischen Hierarchisierung zwischen angewandter und bildender Kunst. Die textilen Techniken, welche im Material selbst und durch die Motivik thematisiert werden, fordern ihren Stellenwert ein. Sie stehen im Bezug zu einer Geschichte, die das Textile und Dekorative durch Weiblichkeitszuschreibung diffamiert. Die Verknüpfung des Textilen und Dekorativen mit Weiblichkeit wird in den Arbeiten fortgeschrieben, jedoch stellen sie sich gegen die Geschichte, indem sie eine Aufwertung der Bereiche einfordern. Die Verwendung dieser Narrative, beschreibt einen Prozess der Aneignung und feministischer Selbstermächtigung. Die Arbeiten fordern Reflektionen über textile Mythen und ihren Genderkonstruktionen ein, stellen eine Kunstgeschichtsschreibung, die sich am männlichen Geniemythos abarbeitet in Frage und weisen auf eine feministische Lesart hin, die die Subjekt-Objekt Spaltung in Frage stellt. Das Textile darf zum Medium werden, der Körper darf mit den Arbeiten interagieren und sich selbst thematisieren. Sie fordern ihren eigenen Platz, nicht zuletzt durch ihre Größe und Farbigkeit im künstlerischen Diskurs. Sie sind Statements gegen einen diskriminierenden Genderdiskurs und für ein Denken außerhalb von Kategorien und Hierarchisierungen.